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Causaconcilio – Rechtsanwälte und Notare in Kiel, Hamburg, Flensburg und Schönberg

Seit 01.Januar 2021 in Kraft

Neues Restrukturierungsrecht und Sanierung

Aktives Krisenmanagement durch Geschäftsleitung jetzt verpflichtend geregelt!

Statistiken legten es schon lange offen, der Gesetzgeber hatte zuletzt mit dem sog. ESUG nachgebessert und nun mit dem Gesetz über den Stabilisierung-und Restrukturierungsrahmen für Unternehmen (Unternehmensstabilisierungs- und Restrukturierungsgesetz – StaRUG), das am 1. Januar 2021 in Kraft trat, reagiert; hierin sind Mechanismen zur Risikofrüherkennung und besondere Pflichten von Geschäftsleitern/Geschäftsführern im Fall von Unternehmenskrisen verbindlich geregelt worden.

Der Eintritt der drohenden Zahlungsunfähigkeit verpflichtet zukünftig Geschäftsführer und Vorstände (Geschäftsleiter) zur Wahrung der Gläubigerinteressen. Liegt drohende Zahlungsunfähigkeit vor, stehen der Geschäftsleitung drei verpflichtende Handlungsoptionen zur Verfügung: die freie Sanierung, präventiver Restrukturierungsrahmen und Insolvenzverfahren/Insolvenzplanverfahren. Einfach nichts zu tun, kann zur persönlichen Haftung der Geschäftsführer führen!

Des Weiteren ist durch das neue Gesetz der sog. Restrukturierungsplan eingeführt worden, ein dem bereits in der Praxis bewährten Insolvenzplan nachgebildetes Sanierungsinstrument. In diesen Plan, der Vergleichscharakter hat, können nahezu alle Verbindlichkeiten des schuldnerischen Unternehmens einbezogen werden. Durch diesen neu geschaffenen Rechtsrahmen wird es Unternehmen nunmehr ermöglicht, sich auf Grundlage eines von den Gläubigern mehrheitlich angenommenen Restrukturierungsplanes zu sanieren.

CausaConcilio begleitet Sie im Stabilisierungs- und Restrukturierungsprozess

Die zur Sanierung notwendigen Verhandlungen können im Rahmen des gerichtlichen Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmens durch gerichtliche Maßnahmen unterstützt werden. Im Rahmen der gerichtlichen Begleitung des Verfahrens wird die Sanierung durch einen gerichtlich bestellten Strukturierungsbeauftragten beaufsichtigt, der die Restrukturierungsverhandlungen begleitet und überwacht, um sicherzustellen, dass die Interessen sämtlicher betroffener Gläubiger gewahrt werden.

Schon vor der Einleitung des gerichtlichen Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmens kann das Gericht einen Sanierungsmoderator bestellen, der die Aufgabe hat, mit den Gläubigern einen Sanierungsvergleich herbeizuführen. Durch die Vorverlagerung von verbindlich geregelten Pflichten der Geschäftsleitung in die Phase der schon drohenden Zahlungsunfähigkeit kann die Möglichkeit eröffnet werden, in der Krise befindliche Unternehmen zu sanieren. Diese Chance zur Sanierung zu ergreifen, ist nunmehr verpflichtend geworden. Gerne begleiten wir Sie und Ihr Unternehmen hierbei – unser Insolvenzrecht-Team unterstützt Sie gerne dabei.

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